Kennst du schon den M. gastrocnemius? Agifit Hundephysio
- anjabachem
- 22. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Den Schlüsselmuskel für Sprungkraft und Stabilität in der Hundephysio

Die Anatomie in Kürze
Der M. gastrocnemius ist ein besonders starker und kräftiger Muskel. Er besteht aus zwei Köpfen, die am Oberschenkel entspringen und über eine gemeinsame Sehne am Fersenbein ansetzen. Bei der Kontraktion kommt es zur Beugung des Kniegelenks mit gleichzeitig starker Streckung des Sprunggelenks.
Warum ist der Gastrocnemius wichtig?
Als wichtigster Strecker des Sprunggelenks und gleichzeitig ein Beuger des Kniegelenks ist er unverzichtbar für Laufen, Springen, Sprinten und für die allgemeine Stabilität der Hinterhand. In der Hundephysiotherapie zählt er zu den zentralen Muskeln, die Kraft und Mobilität bestimmen.
Mögliche Problematiken:
Eine häufige klinische Problematik ist die Muskulotendinopathie des M. gastrocnemius. Dabei handelt es sich um degenerative oder entzündliche Veränderungen der Sehne, die zu:
Schmerzen im Sprunggelenk
Lahmheiten unterschiedlicher Ausprägung
teilweisem oder vollständigem Funktionsverlust beim Abstoßen
führen können. Diese tritt besonders oft bei sportlich aktive Hunden oder älteren Tieren kommt diese Erkrankung auf. Ein Riss der Sehne resultiert in einer deutlichen Absenkung des Sprunggelenks.
Training und Stärkung in der Hundephysio
Der Gastrocnemius kann durch gezielte Übungen gestärkt und mobilisiert werden:
Bergauf laufen oder Treppensteigen → kräftigt die Wadenmuskulatur.
Balance-Training (z. B. auf Wackelbrettern oder Balancekissen) → fördert Koordination und Stabilität.
Sprung- und Cavaletti-Training → steigert Kraft und Beweglichkeit, alters- und belastungsgerecht dosiert.
Bei Muskulotendinopathien: Schonung in der akuten Phase, danach kontrollierter Muskelaufbau unter physiotherapeutischer Anleitung.
Das bedeutet für den Hund
Ein kräftiger und gesunder Gastrocnemius ist die Basis für Bewegungsfreude, Leistung und Lebensqualität. In der Hundephysiotherapie hat er eine Schlüsselrolle: Ob beim Erhalt der Mobilität älterer Hunde oder im Training sportlich geforderter Tiere – die „Wade des Hundes“ verdient besondere Aufmerksamkeit.
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